Hou von Jin

69,90 

Dieser markgräfliche Würdentitel verweist auf das mächtige Hegemonialreich Jin am Mittellauf des Gelben Flusses.

Titelform Mann: Hou von Jin
Titelform Frau: Furen von Jin
Titelform Junge: Shizi von Jin
Titelform Mädchen: Gongzhu von Jin

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Beschreibung

Familiengeschichte Hou von Jin

Hou von Jin

Die Geschichte des Herrscherhauses von Jin führt an den Anfang der Zhou-Zeit. König Cheng übertrug seinem jüngeren Bruder Tang Shuyu ein Gebiet im Tal des Fen-Flusses, im heutigen Shanxi. Shuyus Sohn Xie nannte das Land Jin und führte als Markgraf die Linie fort. Da die Familie vom Zhou-Königshaus abstammte, trug sie wie dieses den alten Familiennamen Ji.

Schon Markgraf Wen spielte im 8. Jahrhundert v. Chr. eine glänzende Rolle. Als das westliche Zentrum der Zhou erschüttert wurde, unterstützte er König Ping und half beim Übergang zur östlichen Hauptstadt Luoyi. Damit erwies sich Jin früh als verlässliche Stütze der königlichen Ordnung.

Nach innerfamiliären Auseinandersetzungen vereinte Herzog Wu im 7. Jahrhundert v. Chr. die beiden Linien des Landes. Wenig später begann die berühmteste Episode des Hauses: Prinz Chong’er verbrachte viele Jahre auf Reisen und lernte dabei Höfe, Bündnisse und Menschen kennen. 636 v. Chr. kehrte er zurück und regierte als Herzog Wen. Mit kluger Auswahl seiner Berater und dem Sieg bei Chengpu führte er Jin an die Spitze der Fürstenwelt. Der Zhou-König ehrte ihn als Hegemon.

Auch seine Nachfolger bewahrten Jin lange als bedeutende Macht. Große Adelsfamilien wie Zhao, Wei und Han übernahmen dabei immer mehr Aufgaben in Heer und Verwaltung. Aus Gefolgsleuten wurden schließlich selbstständige politische Häuser. 403 v. Chr. erkannte der Zhou-König ihre Oberhäupter als eigene Regionalfürsten an; Jin ging damit schrittweise in den drei Nachfolgestaaten Han, Zhao und Wei auf.

Die Familie Ji hinterließ ein eindrucksvolles Vermächtnis. Über viele Generationen verband sie königliche Herkunft, bewegliche Bündnispolitik und eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Erneuerung. Die Geschichten von Markgraf Wen und Herzog Wen machten Jin zu einem Sinnbild für Loyalität, Ausdauer und den erfolgreichen Neubeginn nach schwierigen Jahren.

Quellen: Chinese Text Project, ChinaKnowledge, Indiana University, Wikipedia

Familienwappen Hou von Jin

Auf einer dunkel patinierten, jadebesetzten Bronzetafel das goldene Zeichen 晉; seitlich zwei symmetrische Zhou-zeitliche Bronzeglocken, darüber ein bronzener Rangaufsatz und rotbraune Seidenbänder.

Jin war ein bedeutender Staat der Zhou-Zeit. Die erhaltenen Jinhou-Su-Glocken sind unmittelbar mit einem historischen Markgrafen von Jin verbunden; ein europäisches Wappensystem bestand nicht.

Quellen: Jin (Chinese state), Institute of History and Philology, Academia Sinica, ChinaKnowledge

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