Książę von Sandomir

69,90 

Der majestätische Fürstentitel gründet sich auf das wehrhafte Weichselherzogtum Sandomir mit seiner hochgelegenen Königsburg.

Titelform Mann: Książę von Sandomir
Titelform Frau: Księżna von Sandomir
Titelform Junge: Książę-Erbsohn von Sandomir
Titelform Mädchen: Księżniczka von Sandomir

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Beschreibung

Familiengeschichte Książę von Sandomir

Książę von Sandomir

Die Geschichte der Herzöge von Sandomir gehört zur großen Familienchronik der Piasten. Als Herzog Bolesław III. Schiefmund 1138 seine Herrschaft unter seinen Söhnen aufteilte, wurde Sandomir zum Mittelpunkt eines eigenen Teilfürstentums. Den ersten prägenden Hof errichtete Heinrich von Sandomir, ein jüngerer Sohn Bolesławs. Von der hoch über der Weichsel gelegenen Burg aus führte er das Land, förderte kirchliche Stiftungen und nahm an weiten Reisen und Feldzügen teil.

Nach Heinrichs Zeit fiel Sandomir zunächst an seine Brüder. 1173 übernahm Kasimir II., genannt der Gerechte, die Herrschaft. Mit ihm begann die besonders einflussreiche kleinpolnische Linie des Hauses. Kasimir verband Sandomir mit Krakau, gewann das Vertrauen von Adel und Geistlichkeit und förderte romanische Kirchen in Sandomir und Wiślica. Seine Gemahlin Helena von Znaim brachte Verbindungen zum mährisch-böhmischen Hochadel ein.

Ihr Sohn Leszek der Weiße erbte Sandomir 1194. Obwohl er noch jung war, behauptete die Familie ihre Stellung und führte das Herzogtum durch eine bewegte Epoche. Leszek wirkte mehrfach als Seniorherzog von Polen und suchte den Ausgleich zwischen den verschiedenen Piastenlinien. Seine Ehe mit der Rurikidenfürstin Grzymisława verband Sandomir mit den Höfen der Rus.

Aus dieser Verbindung stammte Bolesław V., der Keusche. Gemeinsam mit seiner Gemahlin Kinga von Ungarn förderte er Städte, Klöster und den Wiederaufbau nach den schweren Einfällen des 13. Jahrhunderts. Unter ihrer Schirmherrschaft erhielten Handel und religiöses Leben neue Kraft. Nach Bolesław führten weitere Piasten, darunter Leszek der Schwarze und Władysław Ellenlang, die Sandomirer Tradition fort.

Mit Władysławs Einigung Polens im frühen 14. Jahrhundert wurde das Herzogtum dauerhaft Bestandteil des erneuerten Königreichs. Die Burg blieb königlicher Mittelpunkt der Region. So verwandelte sich das Familienerbe der Sandomirer Piasten in ein gemeinsames polnisches Vermächtnis, sichtbar in Kirchen, Stadtgrundriss und der bis heute eindrucksvollen königlichen Burg.

Quellen: Polnisches Bildungsministerium, Staatsarchiv Polen (gov.pl), Adam-Mickiewicz-Universität Posen, Akademie Zamość

Familienwappen Książę von Sandomir

Die Darstellung folgt dem mittelalterlichen Wappen des Sandomirer Landes. Der gespaltene Schild mit rot-silbernen Streifen und goldenen Sternen auf Blau ist in der polnischen Landesheraldik seit dem späten Mittelalter überliefert.

Gespalten: rechts sechsmal waagerecht geteilt von Rot und Silber, links in Blau neun goldene sechsstrahlige Sterne, gestellt drei zu drei. Über dem Schild eine polnische Herzogskrone und ein stählerner Helm; als Helmzier ein Pfauenfederfächer. Die Decken sind rechts rot-silbern, links blau-golden.

Das Wappen bezeichnete das Land und später die Woiwodschaft Sandomir. Jan Długosz beschrieb das Feldzeichen der Sandomirer Truppen bei der Schlacht von Grunwald 1410 mit Streifen und goldenen Sternen.

Quellen: Jan Długosz, Banderia Prutenorum, Stefan Krzysztof Kuczyński, Polskie herby ziemskie, Landkreis Sandomierz, historische Darstellung des Landeswappens, polnische mittelalterliche Wappenbücher

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