Hrabia von Tęczyn

69,90 

Der vornehme Grafenrang bezieht sich auf die monumentale Schlossfestung Tęnczyn bei Krakau, dem Nest der einflussreichsten Woiwoden.

Titelform Mann: Hrabia von Tęczyn
Titelform Frau: Hrabina von Tęczyn
Titelform Junge: Hrabicz von Tęczyn
Titelform Mädchen: Hrabianka von Tęczyn

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Beschreibung

Familiengeschichte Hrabia von Tęczyn

Hrabia von Tęczyn

Die Geschichte des Hauses Tęczyński beginnt im mittelalterlichen Kleinpolen mit dem Rittergeschlecht der Topór. Als erster sicher belegter Wegbereiter gilt Nawój von Morawica, Kastellan von Krakau. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtete er auf einem steilen vulkanischen Hügel westlich von Krakau einen befestigten Sitz. Der älteste Turm der späteren Burg Tenczyn trägt bis heute seinen Namen.

Sein Sohn Andrzej ließ zwischen 1331 und 1361 die erste steinerne gotische Burg erbauen und nahm als Erster den Namen Tęczyński an. Als Wojewode von Krakau gehörte er zum engsten Führungskreis des Königreichs. Seine Nachkommen bauten diesen Rang durch königlichen Dienst, kluge Ehen und wachsenden Landbesitz weiter aus. Das Familienwappen zeigte die alte Streitaxt Topór.

Im 15. Jahrhundert begleiteten Angehörige des Hauses die Jagiellonen in Diplomatie und Krieg. Nach der Schlacht bei Grunwald wurden vornehme Gefangene des Deutschen Ordens zeitweise auf Tenczyn untergebracht. Andrzej Tęczyński verband die Familie durch seine Ehe mit Anna von Goraj mit weiteren bedeutenden Besitzungen, während andere Zweige neue Häuser wie die Ossoliński begründeten.

Die Renaissance brachte dem Hof besonderen Glanz. Jan Tęczyński ließ die mittelalterliche Festung zu einer prächtigen Residenz mit Arkadenhof und modernen Befestigungen umgestalten. Dichter wie Mikołaj Rej und Jan Kochanowski waren dort zu Gast. Familienmitglieder bekleideten Ämter als Kastellane, Wojewoden, Hofmarschälle und Diplomaten; ihre Beziehungen reichten bis an die Höfe Schwedens und anderer europäischer Mächte.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts vereinte Jan Magnus Tęczyński den Familienbesitz noch einmal in einer Hand. Nach seinem Tod führte seine Tochter Izabela das Erbe in die Ehe mit Łukasz Opaliński ein. Burg und Güter gingen damit in eine neue, eng verwandte Familiengeschichte über. Die eindrucksvollen Mauern von Tenczyn erinnern bis heute an drei Jahrhunderte politischer Gestaltungskraft, kultureller Offenheit und repräsentativer Baukunst.

Quellen: Burg Tenczyn, Nationales Denkmalinstitut Polen (zabytek.pl), Polnische Akademie der Wissenschaften, Jagiellonen-Universität Krakau

Familienwappen Hrabia von Tęczyn

Das Haus Tęczyński gehörte zur polnischen Wappengemeinschaft Topór. Sein überliefertes Zeichen ist die silberne Streitaxt mit goldenem Stiel im roten Schild.

In Rot eine aufrechte silberne Streitaxt mit breitem halbmondförmigem Blatt und goldenem Stiel. Über dem Schild eine polnische Grafenkrone und ein stählerner Turnierhelm mit rot-silbernen Decken; als Helmzier die wiederholte silberne Axt mit goldenem Stiel.

Die Tęczyński zählten zu den bedeutenden Magnatenfamilien Kleinpolens und führten das alte Topór-Wappen. Seit dem 14.

Quellen: Tadeusz Gajl, Herbarz polski od średniowiecza do XX wieku, Jan Długosz, Insignia seu clenodia Regis et Regni Poloniae, Polnische Akademie der Wissenschaften, Studien zum Haus Tęczyński, Burg Tenczyn

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