Duque de Gandía

79,90 

Der erhabene Herzogstitel verweist auf den prunkvollen Herzogspalast von Gandía an der blühenden valencianischen Küste.

Titelform Mann: Duque de Gandía
Titelform Frau: Duquesa de Gandía
Titelform Junge: Duquesito de Gandía
Titelform Mädchen: Doncella de Gandía

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Artikelnummer: PAR-00237 Kategorie: Schlagwörter: ,

Beschreibung

Familiengeschichte Duque de Gandía

Die Herzöge von Gandía – Glanz zwischen Krone und Küste

Die Geschichte Gandías beginnt lange vor dem berühmten Namen Borja. König Jakob II. übertrug die Herrschaft 1323 seinem Sohn, dem Infanten Pedro. Später gelangte sie an Alfons von Aragón, genannt „der Alte“. König Martin I. erhob ihn 1399 zum Herzog von Gandía. Alfons ließ den herzoglichen Palast ausbauen und machte seinen Hof zum Treffpunkt für Dichter und Ratgeber. So erhielt die Landschaft der Safor früh eine höfische Bühne.

Nach der Rückkehr an die Krone begann 1485 ein neues Kapitel. Die Katholischen Könige überließen Gandía der Familie Borja. Kardinal Rodrigo de Borja, der spätere Papst Alexander VI., erwarb das Herzogtum für seinen Sohn Pedro Luis. Nach dessen frühem Tod folgte sein Bruder Juan. Dessen Gemahlin María Enríquez führte die Herrschaft geschickt weiter: Sie ordnete Finanzen und Besitz, förderte Stiftungen und stärkte Gandías wirtschaftliches und kulturelles Gewicht.

Der berühmteste Vertreter der Familie war Francisco de Borja, der vierte Herzog. Als Höfling Karls V. und Vizekönig von Katalonien kannte er die große Politik aus nächster Nähe. In Gandía gründete er 1547 eine Universität, die als erste Hochschule des Jesuitenordens gilt. 1551 übergab er Titel und Besitz seinem Sohn Carlos, wurde Priester und später Generaloberer der Jesuiten. Seine Heiligsprechung im Jahr 1671 verband den Namen Gandía dauerhaft mit europäischer Religions- und Bildungsgeschichte.

Über Generationen gestalteten die Borja-Centelles Stadt, Landwirtschaft und Palast weiter. Seit 1520 gehörte zum Herzogstitel die Grandeza de España. Als die direkte herzogliche Linie 1740 endete, führte die Nachfolge über verwandte Häuser zu den Pimentel und schließlich in den großen Besitzverband Benavente-Osuna. Heute erzählen der Palau Ducal, kostbare Archive und Gandías Stadtbild von einer Familie, die aus einer valencianischen Residenz einen weithin leuchtenden Erinnerungsort machte.

Quellen: Archivo Histórico de la Nobleza, Real Academia de la Historia, Palau Ducal dels Borja, PARES

Familienwappen Duque de Gandía

Das Wappen ist dem Herzogtum Gandía in der Epoche des Hauses Borja zugeordnet. Grundlage sind die Stammwaffen der Borja, deren bekanntester herzoglicher Vertreter Francisco de Borja, der vierte Herzog von Gandía, war.

In Gold ein schreitender roter Ochse auf grünem Boden; in roter Bordüre acht goldene Gebinde aus Ginsterzweigen. Über dem Schild eine spanische Herzogskrone.

Das Herzogtum Gandía gelangte 1485 an die Familie Borja. Unter den Herzögen wurde Gandía zu einem wichtigen höfischen und kulturellen Zentrum Valencias; der Familienname ist besonders durch Rodrigo de Borja und den später heiliggesprochenen Francisco de Borja bekannt.

Quellen: Armoria, „Heráldica del apellido Borja“, Palau Ducal dels Borja, Real Academia de la Historia, Archivo Histórico de la Nobleza/PARES

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