Duca di Urbino

79,90 

Der erhabene Herzogstitel verweist auf den unvergleichlichen Renaissance-Palast von Urbino in den Hügeln der Marken.

Titelform Mann: Duca di Urbino
Titelform Frau: Duchessa di Urbino
Titelform Junge: Duchino di Urbino
Titelform Mädchen: Donna di Urbino

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Artikelnummer: PAR-00243 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Familiengeschichte Duca di Urbino

Die Herzöge von Urbino – Ein Hof als Kunstwerk

Die Geschichte der Herzöge von Urbino begann auf den Felsen von San Leo. Dort trat im 12. Jahrhundert die Familie Montefeltro hervor, vermutlich eine Seitenlinie der Grafen von Carpegna. Kaiser Friedrich II. belehnte Buonconte 1213 mit Urbino; 1234 setzte die Familie ihre Herrschaft durch. Zwischen Papst, Kaiser und rivalisierenden Condottieri behaupteten die Montefeltro ihr geschickt geführtes Territorium.

1443 erhob Papst Eugen IV. Oddantonio da Montefeltro zum Herzog. Nach dessen Tod übernahm 1444 sein Halbbruder Federico die Regierung. Der erfolgreiche Feldherr war zugleich leidenschaftlicher Humanist. Er ließ den Palazzo Ducale zu einer eleganten Residenz ausbauen, sammelte eine berühmte Bibliothek und zog Piero della Francesca, Luciano Laurana und Francesco di Giorgio Martini an seinen Hof. 1474 bestätigte Papst Sixtus IV. seinen Herzogsrang. Urbino wurde zu einem leuchtenden Zentrum der Renaissance.

Sein Sohn Guidobaldo und Elisabetta Gonzaga führten den kultivierten Hof weiter. Baldassare Castiglione fand hier das Vorbild für „Il Cortegiano“. Da Guidobaldo keinen Sohn hatte, adoptierte er seinen Neffen Francesco Maria della Rovere, Federicos Enkel über dessen Tochter Giovanna. So ging das Herzogtum 1508 unter Wahrung der familiären Erinnerung an die Della Rovere über.

Francesco Maria musste Urbino gegen päpstliche Ansprüche verteidigen, gewann es jedoch 1521 zurück. Seine Nachkommen regierten von Urbino und später Pesaro aus, förderten Kunst, Keramik, Festungsbau und Verwaltung. Der letzte Herzog, Francesco Maria II., übergab die Regierung seinem Sohn Federico Ubaldo. Nach dessen frühem Tod regelte er den Übergang des Landes an den Kirchenstaat, der 1631 vollzogen wurde. Seine Enkelin Vittoria della Rovere brachte wertvolle Kunstsammlungen nach Florenz.

Der Herzogspalast, Federicos Studiolo und die erhaltene Renaissance-Stadt erzählen von Montefeltro und Della Rovere. Seit 1998 gehört Urbinos Altstadt zum UNESCO-Welterbe – ein heiteres, steingewordenes Vermächtnis eines außergewöhnlichen Hofes.

Quellen: Treccani, UNESCO World Heritage Centre, Catalogo Generale dei Beni Culturali

Familienwappen Duca di Urbino

Das Wappen des Herzogtums Urbino in der heraldischen Tradition des Hauses Da Montefeltro.

Geviert: Feld 1 und 4 in Gold ein schwarzer Adler; Feld 2 und 3 von Gold und Blau schrägrechts gebändert, auf dem ersten goldenen Band ein schwarzer Adler. Über allem ein roter Pfahl mit den schräggekreuzten Schlüsseln des heiligen Petrus, darüber die päpstliche Tiara.

Die Da Montefeltro herrschten über Urbino und führten den Herzogstitel seit dem 15. Jahrhundert.

Quellen: Registro Araldico Italiano, Registrazione Nr. 880, mit italienischer Blasonierung des gevierten Wappens und des Kirchenpfahls, Biblioteca Apostolica Vaticana, Projekt „The Library of a Humanist Prince“, zur Entwicklung der Montefeltro-Wappen und zum Kirchenpfahl nach 1474, zur Übereinstimmung des Herzogtumswappens mit dem Wappen der Da Montefeltro

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