Barão de Mauá

39,90 

Dieser visionäre Titel würdigt die maritime Bucht von Guanabara und das industrielle Aufblühen des Kaiserreichs Brasilien.

Titelform Mann: Barão de Mauá
Titelform Frau: Baronesa de Mauá
Titelform Junge: Barãozinho de Mauá
Titelform Mädchen: Donzela de Mauá

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Description

Familiengeschichte Barão de Mauá

Barão de Mauá

Die Geschichte des Hauses Mauá ist vor allem die Geschichte eines außergewöhnlichen Aufstiegs. Irineu Evangelista de Sousa wurde 1813 in Arroio Grande im Süden Brasiliens geboren. Seine Eltern, João Evangelista de Ávila e Sousa und Mariana de Jesus Batista de Carvalho, gehörten zu einer Familie Landbesitzer, die Viehzucht und die Herstellung von Trockenfleisch betrieb. Früh verlor Irineu seinen Vater und kam unter die Obhut seines Onkels, eines Kapitäns im Küstenhandel.

Als Kind zog er nach Rio de Janeiro und begann hinter einem Ladentisch. Bei dem schottischen Kaufmann Richard Carruthers lernte er Buchhaltung, Englisch und Geschäftsmethoden. Aus dem aufmerksamen Angestellten wurde bald ein Partner und schließlich ein selbstständiger Unternehmer. 1841 heiratete er seine Nichte Maria Joaquina de Sousa Machado; Familie und Arbeit bildeten fortan den Mittelpunkt seines weitgespannten Lebens.

Nach einer Reise nach England erkannte Irineu die Kraft von Dampfmaschinen, Eisenbahnen und industrieller Fertigung. 1846 eröffnete er in Niterói die Gießerei und Werft Ponta da Areia, die in rund einem Jahrzehnt etwa siebzig Schiffe baute. Es folgten Gasbeleuchtung für Rio, Dampfschifffahrt auf dem Amazonas, Banken, Straßenbahnen und ein Unterseekabel für den Telegraphenverkehr.

Sein berühmtestes Werk wurde Brasiliens erste Eisenbahn. Am 30. April 1854 eröffnete Kaiser Pedro II. die Strecke vom Hafen Mauá in Richtung Petrópolis. Am selben Tag erhielt Irineu den Titel Barão de Mauá; 1874 wurde er Visconde de Mauá. Als mehrfach gewählter Abgeordneter verband er wirtschaftliche Ideen mit öffentlichem Engagement.

Finanzielle Krisen stellten sein Unternehmen später vor schwere Prüfungen, doch Irineu ordnete seine Verpflichtungen mit bemerkenswerter Ausdauer. Als er 1889 starb, hinterließ er weit mehr als einen Adelstitel: Häfen, Schienen, Schiffe und Kommunikationswege machten seinen Namen zum Sinnbild für unternehmerischen Mut. Familie, Archive, Museen und sogar die Stadt Mauá tragen diese Erinnerung weiter.

Quellen: Brasilianisches Nationalarchiv (gov.br/arquivonacional), Verkehrsministerium Brasiliens (gov.br/transportes), Abgeordnetenkammer Brasiliens (camara.leg.br), Museu Imperial

Familienwappen Barão de Mauá

Das Wappen ist Irineu Evangelista de Sousa zugeordnet, der 1854 zum Barão und 1874 zum Visconde de Mauá erhoben wurde. Seine Wappenfiguren verweisen unmittelbar auf seine wichtigsten technischen Unternehmungen.

Geteilt: oben in Gold eine schwarze Dampflokomotive auf schwarzen Schienen; unten in Blau ein silbernes Dampfschiff auf silbernen Wellen. In roter Bordüre vier goldene Gaslampen mit roten Flammen, zwei oben und zwei unten. Über dem Schild eine brasilianische Baronskrone.

Irineu Evangelista de Sousa gründete Werften, Banken, Verkehrs- und Versorgungsunternehmen. Die Eröffnung der ersten brasilianischen Eisenbahn am 30.

Quellen: Arquivo Nobiliárquico Brasileiro, brasilianisches heraldisches Verzeichnis „Titulares do Império“, Museu Histórico Nacional, Verkehrsministerium Brasiliens

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