Description
Familiengeschichte Seigneur de Beauport
Die Herren von Beauport – Pioniere am Sankt-Lorenz-Strom
Die Geschichte von Beauport begann mit Robert Giffard de Moncel, einem Wundarzt aus dem Perche. Er kannte Kanada bereits als Schiffsarzt, als ihm die Compagnie des Cent-Associés 1634 eine Seigneurie östlich von Québec übertrug. Noch im selben Jahr kam Giffard mit seiner Frau Marie Renouard, ihren Kindern und angeworbenen Siedlern über den Atlantik. Unter ihnen waren der Maurer Jean Guyon und der Zimmermann Zacharie Cloutier, denen er Unterlehen versprach.
Zwischen den Flüssen Beauport und Montmorency entstand nun ein erstaunlich lebendiges Gemeinwesen. Die Familien rodeten Land, bauten Höfe und errichteten Mühlen. Giffards 1642 bezogenes Herrenhaus vereinte Wohnung, Kapelle und Räume für Verwaltung und Rechtsprechung. Um 1655 ließ er den Bourg du Fargy anlegen, einen der frühesten dörflichen Kerne Neufrankreichs. Schon 1666 lebten in der Seigneurie 184 Menschen. Robert wirkte zugleich als Arzt am Hôtel-Dieu de Québec, als Mitglied des Conseil de Québec und als entschlossener Förderer weiterer Einwanderung aus seiner Heimat.
Nach Roberts Tod 1668 führte sein Sohn Joseph Giffard Beauport weiter und ließ den Bourg du Fargy neu vermessen. 1683 vermachte er die Seigneurie seinem Neffen Ignace Juchereau Duchesnay, Sohn von Marie-Thérèse Giffard und Nicolas Juchereau de Saint-Denis. Ignace übernahm die Herrschaft 1689, entwickelte den Besitz und begründete damit eine neue Beauporter Familienlinie.
Die Juchereau Duchesnay blieben Beauport über Generationen verbunden. Sie dienten als Offiziere, Milizführer, Richter, Verwaltungsbeamte und Politiker; Antoine-Louis erhielt die Seigneurie 1806. Unter ihrer Leitung wuchs das Gebiet entlang des Chemin du Roy, erlebte Landwirtschaft, Handwerk und später Industrie. Als Québec 1854 das Seigneurialsystem aufhob, endete die grundherrliche Verwaltung, nicht jedoch das Vermächtnis der Familien: Das historische Straßennetz, alte Häuser, Mühlenstandorte und der Name Giffard erzählen Beauports Geschichte bis heute weiter.
Quellen: Ville de Québec, Dictionnaire biographique du Canada, Répertoire du patrimoine culturel du Québec
Familienwappen Seigneur de Beauport
Territorialwappen der ehemaligen Stadt Beauport als historisch begründete Zuordnung.
Blau-silbern gepfählt, darüber ein goldenes dreimastiges Segelschiff; unter rotem Schildhaupt mit einem schwarz-silbern eingefassten Kreuz, das mittig mit einer silbernen Lilie belegt ist.
Robert Giffards Adelsbrief von 1658 nennt keine persönlichen Wappen, und auch aus anderen Quellen ist kein gesichertes persönliches Wappen bekannt. Deshalb wird hier nicht frei erfunden, sondern das später geschaffene Territorialwappen Beauports verwendet.
Quellen: Société de généalogie de Québec, Eintrag „Beauport (ancienne ville)“, Répertoire du patrimoine culturel du Québec, Heraldic Science Héraldique, dass Giffards Adelsbrief keine Wappen nennt, Ausführungen, history, print, druckoptimierte Fassung auf reinweißem Hintergrund, splendid





