Zi von Chu

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Der geschätzte Rang eines Vizegrafen symbolisiert das stolze Südreich Chu entlang des mächtigen Jangtsekiang.

Titelform Mann: Zi von Chu
Titelform Frau: Furen von Chu
Titelform Junge: Shizi von Chu
Titelform Mädchen: Gongzhu von Chu

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Description

Familiengeschichte Zi von Chu

Zi von Chu

Die Geschichte des Herrscherhauses von Chu führt bis in die frühe Zhou-Zeit. Seine Angehörigen trugen den Ahnennamen Mi und den Liniennamen Xiong. Als bedeutender Vorfahr galt Yuxiong, ein gelehrter Ratgeber König Wens von Zhou. Dessen Nachkomme Xiong Yi erhielt im 11. Jahrhundert v. Chr. ein Gebiet im mittleren Jangtse-Raum und den erblichen Rang eines Zi, gewöhnlich als Vizegraf übersetzt.

Aus bescheidenen Anfängen formte die Familie über Generationen einen der mächtigsten Staaten des alten China. Die frühen Herrscher erschlossen neues Land, verbanden verschiedene Bevölkerungsgruppen und entwickelten eine eigenständige Hofkultur. Unter Xiong Tong gewann Chu so viel Selbstbewusstsein, dass er 704 v. Chr. als König Wu einen königlichen Titel annahm. Seine Nachfolger erweiterten das Reich entlang großer Flüsse und machten es zu einer bestimmenden Kraft des Südens.

Besonders König Zhuang verkörperte im 7. Jahrhundert v. Chr. den Aufstieg des Hauses. Alte Erzählungen schildern ihn zunächst als stillen Beobachter, der seine Umgebung sorgfältig prüfte, bevor er entschlossen regierte. Nach Erfolgen in Politik und Heerwesen wurde er zu den großen Hegemonen seiner Zeit gezählt.

Auch kulturell entfaltete Chu eine unverwechselbare Pracht. Farbenreiche Lackarbeiten, Musik, Dichtung und fein gearbeitete Bronzen spiegelten eine Welt, in der höfische Eleganz und lebendige Naturvorstellungen zusammenfanden. Der Dichter und Staatsmann Qu Yuan wurde später zum berühmtesten Sinnbild dieser Kultur.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. geriet Chu zunehmend unter den Druck des aufsteigenden Qin. 223 v. Chr. wurde sein Staatsgebiet Teil des künftigen Kaiserreichs. Die Familie blieb dennoch im Gedächtnis: Während der Erhebungen gegen Qin wurde mit Xiong Xin noch einmal ein Nachkomme als König Huai eingesetzt. Namen wie Mi und Xiong, archäologische Schätze und die Dichtung des Südens bewahren bis heute das außergewöhnliche Vermächtnis dieses Hauses.

Quellen: Chinese Text Project, ChinaKnowledge, Universität Bologna, Indiana University

Familienwappen Zi von Chu

Auf einer rot-schwarz lackierten Rundtafel das goldene Zeichen 楚; seitlich zwei einander zugewandte, langgestreckte Drachen-Phönixe, umgeben von fließenden Wolken- und Schlangenornamenten, darüber ein bronzener Rangaufsatz.

Chu war ein großer südlicher Staat der Zhou-Zeit. Seine Kunst ist besonders für Drachen, Phönixe, Schlangen, Wolken und fantastische Mischwesen bekannt; ein europäisches Wappensystem bestand nicht.

Quellen: Hubei Provincial Museum / Google Arts & Culture, Henan Museum, Chu (state)

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