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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Bojar von Rostow
Bojar von Rostow
Die Geschichte des Rostower Herrscherhauses führt zu den Rurikiden und in die alte Landschaft zwischen Wolga und Nero-See. Ihren eigenen dynastischen Mittelpunkt erhielt die Linie durch Konstantin Wsewolodowitsch, den ältesten Sohn Wsewolods „Großes Nest“. Konstantin regierte seit 1207 in Rostow und machte die Stadt zu seinem bevorzugten Sitz.
Der Fürst war für Bildung, Bücher und Kirchenbau bekannt. In Rostow ließ er die Mariä-Entschlafens-Kathedrale erneuern, in Jaroslawl entstanden unter seiner Förderung weitere steinerne Gotteshäuser. Chronisten zeichneten das Bild eines Herrschers, der Frieden, Mildtätigkeit und gelehrte Unterweisung besonders schätzte. Nach seinem Erfolg in der Schlacht an der Lipiza wurde er 1216 Großfürst von Wladimir, sorgte jedoch dafür, dass Rostow seiner Familie erhalten blieb.
Sein ältester Sohn Wassilko übernahm das Fürstentum. Nach den Umwälzungen des 13. Jahrhunderts führten dessen Söhne Boris und Gleb die Linie weiter. Durch Erbteilungen entstanden aus dem großen Familienbesitz neue Zentren, darunter Jaroslawl, Uglitsch und Belo Osero. Auf diese Weise wuchs aus einem Fürstenhof ein weitverzweigtes Netz von Häusern.
Die Rostower Fürsten teilten später auch die Stadt selbst in verschiedene Familienanteile. Ihre Nachkommen nahmen Namen nach Besitzungen oder Vorfahren an und begründeten zahlreiche russische Adelsgeschlechter. Zu diesem Kreis werden unter anderem die Häuser Schtschepin-Rostowski, Lobanow-Rostowski und Kassjatkin-Rostowski gerechnet. Einige Familienmitglieder wechselten in den Dienst der Moskauer Großfürsten und brachten ihre Erfahrung als Heerführer, Statthalter und Hofleute ein.
Im 15. Jahrhundert gingen die letzten selbstständigen Herrschaftsrechte Rostows schrittweise an Moskau über. Die Familie setzte ihre Geschichte jedoch in ihren vielen Zweigen fort. Damit blieb Rostow nicht nur eine ehrwürdige Stadt mit berühmtem Kreml und Kathedralen, sondern auch der Ausgangspunkt eines Geschlechts, das die politische und kulturelle Entwicklung Nordostrusslands über Jahrhunderte begleitete.
Quellen: Staatliches Museumsreservat Rostower Kreml (rostmuseum.ru), Große Russische Enzyklopädie (bigenc.ru), Russische Historische Zeitschrift (roshistras.ru), Orthodoxe Enzyklopädie (pravenc.ru)
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Bojar von Rostow
Das Wappen verwendet das historische Titularzeichen Rostows: den silbernen Hirsch im roten Feld mit goldenen Geweihstangen, goldener Mähne und goldenen Hufen. Die Bojarenmütze ordnet das Wappen dem in der CSV bezeichneten Rang zu.
In Rot ein stehender silberner Hirsch mit goldenem Geweih, goldener Mähne und goldenen Hufen. Über dem Schild eine reich bestickte russische Bojarenmütze mit Pelzbesatz; hinter dem Schild ein rot-goldener, pelzverbrämter Mantel, begleitet von stilisiertem altrussischem Rankenwerk.
Der Hirsch ist seit dem 17. Jahrhundert als Zeichen Rostows belegt und erscheint im Zarentitular von 1672 sowie später in den russischen Wappenbüchern.
Quellen: Zarentitular von 1672, historisches Wappen Rostows von 1778, Staatliches Museumsreservat Rostower Kreml, Heraldicum, Wappen von Rostow Weliki
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