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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Comte d’Armagnac
Comte d’Armagnac – Die Geschichte des Hauses Armagnac
Das Haus Armagnac wuchs aus der Herrscherfamilie der Gascogne hervor. Um 960 überließ Graf Wilhelm Garcias seinem Sohn Bernard „le Louche“ das Gebiet Armagnac zwischen Adour und Garonne. Aus diesem Erbteil entstand eine selbstbewusste Grafschaft mit Zentren wie Eauze, Lectoure und Rodez. Ihre Herren förderten Burgen, Klöster, Märkte und befestigte Siedlungen, die der Landschaft bis heute ihr Gesicht geben.
Nach der ersten Grafenlinie übernahm 1219 der Zweig von Lomagne. Géraud V. verband beide Erbschaften; sein Enkel Géraud VI. gewann durch die Ehe mit Mathe de Béarn weitere Ansprüche. Im 14. Jahrhundert machte Jean I. das Haus zu einer großen Macht Südfrankreichs. Er diente den französischen Königen im Hundertjährigen Krieg, erbte Rodez und bewegte sich geschickt zwischen Frankreich, England und Aragón.
Die Rivalität mit den Grafen von Foix sorgte für dramatische Kapitel. Jean II. und Jean III. erweiterten das Familiennetz bis nach Italien. Bernard VII. wurde Schwiegervater Charles’ von Orléans und übernahm nach der Ermordung Herzog Ludwigs die Führung seiner Partei. Von ihm erhielten die „Armagnacs“ im Bürgerkrieg gegen die Burgunder ihren Namen. Als Connétable von Frankreich regierte Bernard zeitweise in Paris und prägte schwierige Jahre des Reiches.
Im 15. Jahrhundert behaupteten Jean IV. und Jean V. ihre Rechte gegenüber der Krone. Nach Konflikten zog König Ludwig XI. die Besitzungen ein; Charles I., der Bruder Jeans V., erhielt einen Teil des Erbes später zurück. Mit seinem Tod 1497 ging die unmittelbare Grafenfolge zu Ende.
Über verwandte Häuser, besonders Alençon und Albret-Navarra, gelangte Armagnac an Heinrich IV. Dieser verband die Grafschaft 1607 mit der französischen Krondomäne. Die Türme von Lectoure und Termes-d’Armagnac, regionale Archive und der berühmte Name der Landschaft bewahren das Andenken an mehr als fünf Jahrhunderte gascognischer Grafengeschichte.
Quellen: Bibliothèque nationale de France, Archives départementales du Gers, Tourisme Gers, Médiathèque Grand Auch
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Comte d’Armagnac
Das Wappen entspricht dem historischen vereinigten Wappen der Grafen von Armagnac und Rodez. Blasonierung Geviert: im ersten und vierten Feld in Silber ein roter aufgerichteter Löwe; im zweiten und dritten Feld in Rot ein goldener leopardierter Löwe.
Der Schild ist in vier Felder geteilt. Zwei silberne Felder zeigen jeweils einen roten aufgerichteten Löwen, zwei rote Felder jeweils einen schreitenden goldenen Löwen mit hergewandtem Kopf. Über dem Schild steht ein dunkler Turnierhelm mit einem wachsenden roten Löwen als Helmzier.
Das rote Löwenwappen ist das Stammzeichen Armagnacs. Nach dem Erwerb der Grafschaft Rodez 1304 wurde es mit deren goldenem leopardierten Löwen auf Rot geviert.
Quellen: Armorial du royaume de France
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