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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Graf von Ziegenhain
Die Grafen von Ziegenhain – Der Stern über der Schwalm
Die Grafen von Ziegenhain gingen aus dem hessischen Grafenhaus von Reichenbach und Gosmar hervor. An einem Übergang über die Schwalm errichteten ihre Vorfahren vermutlich um 1000 eine Rundburg. 1144 begegnen Gottfried und Poppo erstmals urkundlich als Grafen „de Cigenhagen“. Der Name verband Familie und Landschaft fortan miteinander.
Von der Schwalm aus bauten die Grafen einen Herrschaftsraum auf. Er reichte zwischen den Gebieten der hessischen Landgrafen hindurch und trennte deren Nieder- und Obergrafschaft. Im frühen 13. Jahrhundert kam durch Erbe die Grafschaft Nidda hinzu. Ziegenhain, Treysa und Nidda wurden Stützpunkte; Ziegenhain erscheint 1274 sicher als ummauerte Stadt. Das Wappen mit dem sechsstrahligen Stern wurde zum sichtbaren Zeichen des Hauses.
Die Grafen förderten Klöster und Städte, regelten Märkte, Lehen und Abgaben und stützten sich auf ihre Burgmannschaft. Enge Beziehungen bestanden zu den Klöstern Haina und Hersfeld. Erbteilungen schufen getrennte Linien in Ziegenhain und Nidda, doch im 14. Jahrhundert fanden die Besitzungen wieder zusammen.
Ihre Lage brachte die Familie in Konkurrenz zu Hessen. Im Sternerkrieg von 1371 bis 1374 führte Graf Gottfried VIII. einen Bund aus Grafen, Herren und etwa zweitausend Rittern und Knappen gegen Landgraf Hermann II. Der Ziegenhainer Stern gab dem Bündnis seinen Namen. Nach wechselvollen Kämpfen setzte sich Hessen durch, doch die Grafschaft bewahrte ihre Eigenständigkeit.
Johann II., der letzte regierende Graf, suchte 1427 im Schutzvertrag den Ausgleich mit Hessen. Finanzielle Belastungen zwangen ihn, Rechte abzutreten. Als er 1450 ohne Kinder starb, ging die Grafschaft aufgrund von Erbvereinbarungen an die hessischen Landgrafen; andere Verwandte erhoben Ansprüche. Hessen führte Grafentitel und Stern im historischen Gedächtnis weiter. Heute bewahren die Regesten im Hessischen Staatsarchiv Marburg, der Ziegenhainer Schlossbezirk und Schwalmstadts Stadtbild die Geschichte eines Hauses, das die Mitte Hessens über Jahrhunderte formte.
Quellen: LAGIS Hessen, Hessisches Staatsarchiv Marburg, Stadt Schwalmstadt
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Graf von Ziegenhain
Das seit der Mitte des 14. Jahrhunderts geführte Wappen der Grafen von Ziegenhain.
Von Schwarz über Gold geteilt, oben ein silberner sechsstrahliger Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, silbern bewehrter schwarzer Ziegenbock zwischen einem wie der Schild schwarz-golden geteilten Flug; die schwarzen oberen Flügelhälften jeweils mit einem silbernen sechsstrahligen Stern belegt.
Die Grafen von Ziegenhain führten zunächst einen Ziegenkopfadler. Um die Mitte des 14.
Quellen: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen, Stadt Schwalmstadt, zum sechsstrahligen Stern der Grafen, Siebmachers Wappenbuch 1701, überliefert in der Beschreibung des schwarz-golden geteilten Schildes mit silbernem sechsstrahligem Stern, Heraldische Dokumentation „Welt der Wappen“, Beschreibung der Ziegenhainer Helmzier im hessischen Vollwappen
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