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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Baron von Rothensteyn
Baron von Rothensteyn
Die Herren von Rothenstein waren ein schwäbisches Rittergeschlecht mit Stammsitz auf Burg Rothenstein über dem Illertal bei Bad Grönenbach. Ihr Name erscheint auch als Rotenstein, Rotenstain oder Rottenstein; „Rothensteyn“ ist eine weitere historisierende Schreibweise. 1239 werden die Brüder Ludwig, Hermann und Konrad als Dienstmannen des Fürststifts Kempten urkundlich genannt.
Die gesicherte Stammfolge beginnt 1293 mit Konrad von Rothenstein, der für das Kemptener Stift Verwaltungsaufgaben übernahm. Durch Lehen, Käufe und geschickte Heiraten wuchs der Besitz der Familie. Er reichte von Grönenbach, Woringen und Babenhausen bis zu Gütern in der heutigen Schweiz und in Kärnten. Konrads Nachkommen bildeten mehrere Linien, darunter Rothenstein-Grönenbach, Rothenstein-Woringen-Zell, Rothenstein-Falken-Ittelsburg und Rothenstein-Ebenhofen.
Das Familienleben war eng mit Burgen, Klöstern und regionaler Verwaltung verbunden. Konrads Sohn Heinrich erhielt die Stammburg, während andere Zweige neue Sitze aufbauten. Iban von Rothenstein wurde 1410 Abt von St. Mang in Füssen, nahm am Konstanzer Konzil teil und leitete später das Kloster Marienberg im Vinschgau. Damit wirkte ein Rothensteiner weit über das Allgäu hinaus.
Besonders in Erinnerung blieb Ritter Ludwig von Rothenstein. Er herrschte über Grönenbach und Theinselberg und gründete in den 1470er Jahren ein Kollegiatstift sowie ein Hospital mit Kirche. Als er 1482 ohne eigene Kinder starb, vermachte er große Besitzteile seinem Neffen Heinrich von Pappenheim. Andere Familienzweige führten den Namen weiter und gewannen nach einem langen Erbstreit 1508 sogar die Stammburg zurück, verkauften sie jedoch 1514 an die Pappenheimer.
Mit Johann Heinrich von Rothenstein enden 1562 die urkundlich fassbaren männlichen Linien. Ein historischer Freiherren- oder Baronrang ist nicht belegt; die Familie begegnet als Herren und Ritter. Ihr Wappen, ein weißer Schrägbalken auf schwarzem Grund, lebt in Ortswappen und alten Wappenbüchern fort.
Quellen: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, bavarikon, Markt Bad Grönenbach, Zürcher Wappenrolle, Historischer Verein Schwaben
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Baron von Rothensteyn
Das Wappen beruht auf dem historisch überlieferten Stammwappen des schwäbischen Adelsgeschlechts von Rothenstein. Die Schreibweise Rothensteyn gehört zur verwendeten Titelbezeichnung.
Über den silbernen Schild zieht sich ein breiter roter Balken diagonal von heraldisch rechts oben nach links unten. Ein fortlaufendes goldenes Gitter bildet darauf eine Reihe offener Rauten. Über dem Schild steht ein dunkler Turnierhelm mit rot-silbernen Decken.
Die Herren von Rothenstein waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf der Burg Rothenstein im heutigen Landkreis Unterallgäu. Das Wappen ist bereits in der Zürcher Wappenrolle aus der ersten Hälfte des 14.
Quellen: Zürcher Wappenrolle, etwa 1330–1345, älterer Teil, 15. Jahrhundert. Wappenbuch des St. Galler Abtes Ulrich Rösch, 15. Jahrhundert. Wikimedia Commons
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