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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Graf von Henneberg
Die Grafen von Henneberg – Die Henne über Wald und Werra
Die Grafen von Henneberg erscheinen 1049 mit Poppo I. Ihre frühen Besitzungen lagen um die Burg Henneberg südwestlich von Meiningen. Wahrscheinlich waren sie mit den ostfränkischen Babenbergern verwandt. Als Gefolgsleute des Kaisers gewannen sie im Investiturstreit Reichslehen und das Würzburger Burggrafenamt. Godebold II. gründete 1131 Kloster Veßra, geistliches Zentrum und Grablege des Hauses.
Im 12. und 13. Jahrhundert formten die Grafen aus Gütern von Würzburg, Bamberg, Fulda und Hersfeld ein Territorium zwischen Thüringer Wald, Rhön und Grabfeld. Poppo VII. ließ zwischen 1226 und 1232 die Bertholdsburg in Schleusingen errichten. Sie wurde für drei Jahrhunderte Hauptresidenz. Zugleich ersetzte die Familie den Reichsadler im Wappen durch die schwarze Henne auf Gold – ein einprägsames redendes Zeichen.
Nach der Teilung von 1274 entstanden die Linien Schleusingen, Aschach-Römhild und Hartenberg. Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen gehörte zu den einflussreichsten Fürsten seiner Zeit: Er beriet Könige, wirkte als Vormund Ludwigs des Bayern und erhielt 1310 fürstlichen Rang. Besitz um Coburg bildete die „Neue Herrschaft“, die durch Heirat später an das Haus Wettin gelangte.
Auch Kultur und Reichspolitik prägten das Haus. Otto von Botenlauben war Kreuzfahrer und Minnesänger. Berthold von Henneberg, seit 1484 Erzbischof und Kurfürst von Mainz, setzte sich für eine Reichsreform ein. In Schleusingen förderten die Grafen Schulen, Kirchen und Verwaltung; Bergbau und Eisenverarbeitung stärkten die Region.
Graf Georg Ernst führte im 16. Jahrhundert die Reformation ein und vereinte 1549 große Teile des hennebergischen Besitzes. Da seine Ehe kinderlos blieb, regelten Erbverträge die Nachfolge. Nach seinem Tod 1583 gingen die Gebiete vor allem an die sächsischen Wettiner, während Hessen seinen Anteil an Schmalkalden erhielt. Burg Henneberg, Kloster Veßra, Bertholdsburg und das Landesarchiv Thüringen bewahren heute das Vermächtnis eines Hauses, das Südthüringen dauerhaft prägte.
Quellen: Deutsche Biographie, Landesarchiv Thüringen, Museen Thüringen, Thüringer Landesamt für Statistik
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Graf von Henneberg
Das redende Wappen der mittelalterlichen Grafen von Henneberg mit der Henne auf dem Dreiberg.
In Gold auf grünem Dreiberg eine schwarze Henne mit rotem Kamm und roten Kehllappen. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken aus einer goldenen Krone wachsend ein goldgekleideter Jungfrauenrumpf mit langen goldenen Zöpfen; auf dem gekrönten Haupt ein schwarzer Spitzhut, oben mit einer weiteren goldenen Krone und einem Pfauenfederbusch besteckt.
Die Grafen von Henneberg sind seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert sicher nachweisbar.
Quellen: Historisches Lexikon Bayerns, Grafen von“, zur Entwicklung vom älteren Stammwappen zum Hennenbild und zu späteren Wappenvermehrungen, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Beschreibung von Schild, Jungfrauenrumpf, Spitzhut, Kronen, Pfauenfedern und schwarz-goldenen Decken, Archivportal Thüringen, historische Siegelbeschreibung „Henne auf Dreiberg“, Eckart Henning
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