Duc de Guise

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Das Haus Guise war ein französischer Zweig der Herzöge von Lothringen. Als großzügige Mäzenin unterhielt sie im Pariser Hôtel de Guise Musiker wie Marc-Antoine Charpentier.

Herkunft: Frankreich
Epoche: 1528–1688

Adelstitel Formen:
Mann: Duc de Guise
Frau: Duchesse de Guise
Junge: Prince de Guise
Mädchen: Princesse de Guise

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Description

Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen

Familiengeschichte
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Familiengeschichte Duc de Guise

Duc de Guise – Die Geschichte des Hauses Guise

Das Haus Guise war ein französischer Zweig der Herzöge von Lothringen. Sein Begründer Claude de Lorraine, Sohn Herzog Renés II., diente König Franz I. Nach Erfolgen in den Italienischen Kriegen erhob der König die Grafschaft Guise 1528 zum Herzogtum. Claude und seine Gemahlin Antoinette de Bourbon machten Joinville zum Familiensitz und förderten Kirchen, Künstler und Gelehrte.

Ihre Kinder knüpften ein europäisches Netz. François, der zweite Herzog, eroberte 1558 Calais für Frankreich zurück und trug den Beinamen „le Balafré“, der Vernarbte. Sein Bruder Charles wurde Kardinal von Lothringen; ihre Schwester Marie heiratete König Jakob V. von Schottland und war Mutter Maria Stuarts. Als deren Gemahl Franz II. 1559 französischer König wurde, standen die Guisen auf dem Höhepunkt ihres Einflusses.

Während der Religionskriege führte François die katholische Partei. Nach seinem Tod 1563 übernahm sein Sohn Henri I. die Familienrolle. Der Herzog gewann große Popularität, führte später die Katholische Liga und wurde 1588 zum mächtigsten Gegenspieler Heinrichs III. Im Dezember ließ der König ihn im Schloss Blois töten – ein dramatischer Wendepunkt, der in Kunst und Literatur nachhallte.

Henris Sohn Charles versöhnte sich schließlich mit Heinrich IV. und bewahrte Rang und Besitz des Hauses. Dessen Nachkommen Henri II. und Louis Joseph dienten als Feldherren und kunstsinnige Fürsten. François Joseph folgte noch als junger sechster Herzog; danach bündelte seine Tante Marie de Lorraine das Familienerbe. Als großzügige Mäzenin unterhielt sie im Pariser Hôtel de Guise Musiker wie Marc-Antoine Charpentier.

Mit Maries Tod 1688 gingen große Besitzungen und Sammlungen an verwandte Häuser. Schloss Joinville, Kunstwerke im Louvre und die schottisch-französischen Verbindungen erinnern bis heute an eine Familie, die Politik, Religion und höfische Kultur des 16. Jahrhunderts entscheidend prägte.

Quellen: Château royal de Blois, Musée du Louvre, Bibliothèque nationale de France, Archives nationales

Wappen & Heraldik
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Familienwappen Duc de Guise

Das Wappen entspricht dem historischen Herrschaftswappen des Hauses Lorraine-Guise. Blasonierung Achtteiliges lothringisches Wappen mit den Feldern Ungarn, Anjou-Neapel, Jerusalem, Aragón, Anjou-Valois, Geldern, Jülich und Bar; als Mittelschild in Gold ein roter Schrägbalken mit drei silbernen Alérions für Lothringen.

Der vielfach geteilte Schild vereinigt die historischen Herrschaftszeichen des Hauses Lothringen. In seiner Mitte liegt das goldene lothringische Stammwappen mit rotem Schrägbalken und drei silbernen Alérions. Der rote Turnierkragen am oberen Schildrand kennzeichnet die jüngere Linie Guise.

Die Herzöge von Guise gehörten einer französischen Nebenlinie des Hauses Lothringen an. Ihr Wappen übernahm die umfangreichen dynastischen Anspruchsfelder Lothringens und unterschied die Guise-Linie durch einen roten Turnierkragen.

Quellen: Armorial du royaume de France

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