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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Freiherr von Sickingen
Die Freiherren von Sickingen – Rittermut und neue Gedanken
Die Familie von Sickingen ist seit 1270 im Kraichgau belegt. Ihren Namen trug sie nach dem Dorf Sickingen bei Bretten. Im späten Mittelalter stiegen ihre Angehörigen als kurpfälzische Lehensleute, Amtmänner und Vögte auf. Reinhard von Sickingen gewann 1448 die Ebernburg als Pfandbesitz. Sein Sohn Schweikard vergrößerte das Vermögen durch kluge Heirat, Bergbau, Kredite und Hofdienst.
Schweikards Sohn Franz, geboren 1481 auf der Ebernburg, machte den Namen europaweit bekannt. Als erfahrener Heerführer diente er Kaiser Maximilian I. und später Karl V. Zugleich nutzte er das alte Fehderecht, um eigene und fremde Ansprüche mit Waffen durchzusetzen. Sein weit verstreuter Besitz umfasste Ebernburg, Landstuhl und weitere Herrschaften am Rhein und in der Pfalz.
Franz begegnete den Ideen der Reformation mit großer Offenheit. Auf der Ebernburg gewährte er Gelehrten und Predigern Schutz; Ulrich von Hutten nannte sie deshalb die „Herberge der Gerechtigkeit“. 1522 führte Franz einen Ritterbund gegen den Trierer Erzbischof. Der Angriff misslang. Im folgenden Frühjahr belagerten Kurtrier, Kurpfalz und Hessen Burg Nanstein. Die neue Artillerie durchschlug selbst ihre verstärkten Mauern; Franz wurde verwundet und starb am 7. Mai 1523.
Seine Söhne erhielten einen großen Teil des Familienbesitzes zurück. Ab 1543 bauten die Nachkommen Nanstein zum Renaissanceschloss aus. Mehrere Linien entstanden: Sickingen, Ebernburg, Schallodenbach und Hohenburg. Angehörige des Hauses dienten als Offiziere, Diplomaten, Domherren und kurpfälzische Räte. Die Hohenburger Linie erhielt 1606 den Reichsfreiherrenstand und 1790 den Reichsgrafenstand.
Während einzelne Zweige im Lauf der Jahrhunderte ihre Erbfolge abschlossen, besteht Sickingen-Hohenburg bis heute. Burg Nanstein, die Ebernburg, Familiengruft und Grabmal in Landstuhl halten die Erinnerung lebendig. Alljährliche Gedenkveranstaltungen erzählen dort von einer Familie, die zwischen ritterlicher Tradition, früher Öffentlichkeit und dem Aufbruch der Reformationszeit ihren unverwechselbaren Platz fand.
Quellen: Deutsche Biographie, regionalgeschichte.net, Verbandsgemeinde Landstuhl
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Freiherr von Sickingen
Das ursprüngliche Stammwappen des südwestdeutschen Adelsgeschlechts von Sickingen.
In Schwarz fünf silberne Kugeln, gestellt 2:1:2. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein goldener Schwanenhals, hinten mit drei roten Kugeln besteckt, aus denen jeweils drei schwarze Hahnenfedern wachsen.
Die von Sickingen sind ein altes südwestdeutsches Adelsgeschlecht. Das Stammwappen ist besonders durch Franz von Sickingen bekannt.
Quellen: Scheiblersches Wappenbuch, Darstellung derer von Sickingen um 1495, Otto Hupp, historische Darstellung und Einordnung des Stammwappens, Landesbildungsserver Baden-Württemberg, Stadt Oberderdingen
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