Description
Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
▼
Familiengeschichte Graf von Eberstein
Die Grafen von Eberstein
Zwischen Oos und Murg, am Rand des nördlichen Schwarzwalds, begann im 11. Jahrhundert die Geschichte der Grafen von Eberstein. Ihren Namen trugen sie nach der hoch gelegenen Burg, die heute als Alt-Eberstein über Baden-Baden wacht. Von dort aus formten sie im Ufgau eine Herrschaft, deren Spuren bis heute in Burgen, Städten und Klöstern sichtbar sind.
Besonders eindrucksvoll war ihr Wirken als Stifterfamilie. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts förderten die Ebersteiner die Klöster Herrenalb und Frauenalb. Solche Gründungen waren Zentren des Glaubens, der Bildung und der Bewirtschaftung; zugleich stärkten sie das Ansehen des Hauses. Im 13. Jahrhundert trat die Familie in den engeren Kreis der staufischen Politik. Graf Otto wirkte 1237 für Kaiser Friedrich II. als Statthalter in Österreich, später übernahm sein gleichnamiger Neffe diese anspruchsvolle Aufgabe. Eberhard von Eberstein unterstützte König Konrad IV., während sein Bruder Konrad von 1237 bis 1245 den Bischofsstuhl von Speyer innehatte.
Mit der 1251 genannten Burg Neu-Eberstein oberhalb von Gernsbach gewann die Familie einen neuen Mittelpunkt. Ihre Grafen förderten Orte wie Gernsbach und Gochsheim und besaßen zeitweise mehrere Städte. Das Verhältnis zu den mächtiger werdenden Markgrafen von Baden verlangte jedoch kluge Verträge: 1283 ging Alt-Eberstein mit umfangreichen Rechten an Baden, 1387 folgte eine Hälfte von Neu-Eberstein. Seit 1505 hielten die Grafen den badischen Anteil wieder als Mannlehen und regierten rund um Gernsbach gemeinschaftlich mit Baden.
In der Reformationszeit wandte sich das Haus dem evangelischen Bekenntnis zu. Graf Casimir, verheiratet mit Marie Eleonora von Nassau-Saarbrücken-Weilburg, beschloss 1660 die gräfliche Hauptlinie. Besitz und Rechte fanden geregelte Nachfolger; der Name lebt in Schloss Eberstein, Ebersteinburg und den Stiftungen der Familie weiter.
Quellen: Deutsche Biographie, LEO-BW, Landesarchiv Baden-Württemberg
Wappen & Heraldik
▼
Familienwappen Graf von Eberstein
Das alte Stammwappen der südwestdeutschen Grafen von Eberstein.
In Silber eine fünfblättrige rote Rose mit blauem Butzen und grünen Kelchblättern. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender, silbern gekleideter und infulierter Männerrumpf.
Die Grafen von Eberstein gehörten zu den bedeutenden mittelalterlichen Adelsgeschlechtern im nördlichen Schwarzwald. Ihre rote Rose ist bereits 1207 auf einem Siegel belegt.
Quellen: Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Cod. Don. 580b, Deutsche Digitale Bibliothek, Siegel- und Denkmaldarstellungen, Burg Alt-Eberstein
Was bekomme ich
urkunde, wappen, usw und alle accessoires






