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Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Graf von Falkenstein
Die Grafen von Neuburg-Falkenstein – Ein Falke über Inn und Mangfall
Die bayerischen Grafen von Neuburg-Falkenstein treten zu Beginn des 12. Jahrhunderts zwischen Chiemsee, Mangfall und Unterinntal hervor. Ihr Name verband Burg Falkenstein bei Flintsbach mit Neuburg am Inn. Von Felsen und Flusswegen aus bauten sie eine Herrschaft auf, die verstreute Güter, Vogteirechte und Gefolgsleute zusammenhielt. Der Falke im Wappen machte den Namen zum sichtbaren Bild.
Graf Siboto II. prägte die geistliche Landschaft. 1130 sicherte er die Stiftung von St. Peter am Madron und stattete das Kloster aus Familienbesitz aus. 1133 schenkte er Burg Weyarn samt Höfen, Mühlen und Weingütern für ein Augustinerchorherrenstift. Der verwitwete Graf trat später selbst als Konverse in Weyarn ein. Beide Gründungen blieben eng mit dem Haus verbunden.
Den faszinierendsten Einblick bietet Siboto IV. Vor seinem Aufbruch zum Italienzug Kaiser Friedrich Barbarossas ließ er 1166 Besitz, Lehen, Einkünfte und Familienrechte im Codex Falkensteinensis festhalten. Das Werk enthält sein Testament, das älteste erhaltene Einkünfteverzeichnis einer weltlichen Grundherrschaft und farbige Bilder der Grafenfamilie. Es zeigt nicht nur Burgen und Ämter, sondern auch den Alltag hinter der Herrschaft: Abgaben, Höfe, Tiere und Rechtsgeschäfte.
Die Falkensteiner waren Vögte von Herrenchiemsee, Tegernsee und ihrer Hausklöster. Ihre Besitzungen lagen im Chiemgau, Sundergau und Unterinntal; Alt-Falkenstein beherrschte den Inn-Mangfall-Winkel. Im 13. Jahrhundert geriet das Haus in die Auseinandersetzungen zwischen Wittelsbachern und Andechs-Meraniern. Um Güter zu sichern, übertrug es Teile 1245 dem Hochstift Freising.
Mit Graf Konrads Tod 1260 schloss sich die unmittelbare Familienfolge. Herzog Otto II. von Bayern zog große Teile des Besitzes ein, während andere Rechte an Freising und benachbarte Herren gelangten. Der Codex Falkensteinensis, heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, bewahrt jedoch eine außergewöhnlich lebendige Stimme der Familie. Kloster Weyarn, Petersberg und die Ruinen von Alt-Falkenstein machen ihren Weg bis heute sichtbar.
Quellen: bavarikon, Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bayerische Staatsbibliothek
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Graf von Falkenstein
Das redende Wappen der bayerischen Grafen von Neuburg-Falkenstein.
In Rot auf schwarzem Dreiberg ein auffliegender silberner Falke mit goldener Bewehrung. Über dem Schild ein dunkler Turnierhelm mit goldener Grafenkrone und rot-gold-silbernen Decken.
Die bayerischen Grafen von Neuburg-Falkenstein waren ein bedeutendes hochmittelalterliches Grafengeschlecht. Ihr berühmter Codex Falkensteinensis wurde 1166 im Auftrag Graf Sibotos IV.
Quellen: bavarikon, BayHStA KL Weyarn 1, Bayerische Staatsbibliothek, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Handschriftendatenbank, Historische Einordnung des redenden Wappens der Grafen von Neuburg-Falkenstein und seiner überlieferten Fassungen
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